Aktuelle Informationen und Unterstützung zu den Auswirkungen des Coronavirus

Auch die Unternehmen und Betriebe im Landkreis Reutlingen spüren die Auswirkungen des Coronavirus. Hier finden Sie aktuelle Informationen und mögliche Unterstützung zu den Auswirkungen des Coronavirus.

Die Bundesregierung hat am 13. März ein weitreichendes Maßnahmenpaket beschlossen, um Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu stützen. Firmen und Betriebe werden mit ausreichend Liquidität ausgestattet, damit sie gut durch die Krise kommen. Das Maßnahmenpaket finden Sie hier: Bundeswirtschaftsministerium – Sofortmaßnahmen für die Wirtschaft.

Konkrete Ansprechpartner:

Die steuerlichen Liquiditätshilfen für Unternehmen sollen voraussichtlich ab Donnerstag, 19. März 2020, gelten. Die genauen Regelungen finden sie hier. Dabei handelt es sich derzeit um folgende Maßnahmen:

  • Gewährung von Stundungen ohne strenge Anforderungen, Verzicht auf Verzinsung.
  • Anpassungen von Vorauszahlungen unkompliziert und schnell.
  • Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge bis 31.12.2020, soweit unmittelbarer Zusammenhang Corona-Virus.

Ansprechpartner bei allen steuerlichen Fragen sind die jeweiligen Finanzämter vor Ort.

Folgende Programme können Unternehmen bei Liquiditätsengpässen helfen:

Für Unternehmen, die noch keine 5 Jahre am Markt bestehen:

Für Unternehmen, die seit mehr als 5 Jahren am Markt bestehen:

Die genannten Kredite sind über Banken und Sparkassen zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf den Webseiten der KfW, der L-Bank und bei allen Banken und Sparkassen.

Ferner bieten die Bürgschaftsbanken und Landesbürgschaftsprogramme Ausfallbürgschaften an. Die Programme sind grundsätzlich branchenoffen und stehen insbesondere auch kleinen und mittleren Unternehmen zur Verfügung. Auch Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige können Unterstützung erhalten.

Für wirtschaftlich gesunde Unternehmen können Bürgschaften für Betriebsmittelkredite zur Verfügung gestellt werden. Bis zu einem Betrag von 1,25 Millionen Euro werden diese durch die Bürgschaftsbanken bearbeitet, darüber hinaus sind die Länder bzw. deren Förderinstitute (in Baden-Württemberg die L-Bank) zuständig. Bürgschaften können maximal 80 Prozent des Kreditrisikos abdecken, das heißt die jeweilige Hausbank muss mindestens 20 Prozent Eigenobligo übernehmen.

Eine Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann schnell und kostenfrei auch über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.

Für den Fall von Betriebsschließungen oder Schwierigkeiten im Betrieb aufgrund von ausbleibenden Aufträgen oder fehlenden Zulieferungen kann das Kurzarbeitergeld greifen. Es kann auf Antrag durch die jeweilige zuständige Agentur für Arbeit gewährt werden. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergelds vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Nähere Informationen zur Beantragung des Kurzarbeitergelds sind auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit zu finden.

Zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen des Corona-Virus hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eine Internetseite eingerichtet, auf der Antworten zu häufig gestellten Fragen gegeben werden. Einen guten Überblick über finanzielle Förderung, arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen sowie Informationen zum Gesundheits- und Arbeitsschutz finden Sie beim Bundeswirtschaftsministerium.

Ein Musterschreiben zur Beantragung von Stundungen von Sozialabgaben für Ihren Betrieb bei den Krankenkassen finden Sie hier.

Weitere Informationen und Unterstützung für Unternehmen und Betriebe zu den Auswirkungen des Coronavirus finden Sie beim Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

 

KfW-Schnellkredit

Trotz der immensen Ausweitungen und Erleichterungen der KfW-Programme haben viele kleine und mittlere Unternehmen angesichts der Corona-Pandemie jedoch weiterhin Schwierigkeiten, einen Kredit zu erhalten. Gleichzeitig fallen sie aufgrund ihrer Mitarbeiterzahl aus
der Zielgruppe des Sofortprogramms für Kleinstunternehmen und Selbstständige. Kleine bis mittlere Unternehmen sind eine zentrale Säule unserer Wirtschaft. Millionen Bürgerinnen und Bürger sind bei ihnen beschäftigt. Wir wollen und müssen diesen Unternehmen eine stabile
Brücke hin zu besseren wirtschaftlichen Zeiten bauen.

Deshalb bringt die Bundesregierung ein zusätzliches Kreditprogramm für kleine bis mittlere Unternehmen auf den Weg. Mit dem neuen KfW-Schnellkredit 2020 können sie durch KfW-Darlehen in Höhe von drei Monatsumsätzen bis zu einem Höchstbetrag von 800.000 Euro und 100 Prozent Haftungsfreistellung für den Finanzierungspartner mit einer raschen Liquiditätshilfe unterstützt werden. Der neue KfW-Schnellkredit ergänzt das bereits bestehende KfWSonderprogramm 2020 und die bereits bestehende Soforthilfe für Unternehmen bis zehn
Beschäftigte.

Hier finden Sie die Eckpunkte des KfW-Schnellkredits.

Gemeinsam mit der KfW wird die Bundesregierung das Programm jetzt zügig umsetzen, damit die Hilfen schnell vor Ort ankommen.

Aktuelle Informationen finden Sie auch unter www.bundesregierung.de, www.bundesfinanzministerium.de/corona sowie unter
www.bmwi.de.

 

Kinderbetreuung

Aktuelle Informationen zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen finden Sie unter: Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung.

Alle Fragen, ob und wo Sie im Notfall Kinderbetreuung erhalten können, kann Ihnen ihr örtliches Rathaus beantworten.

 

Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Bundesländern angesichts der Corona-Epidemie

Die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer haben am 16. März 2020 folgende Leitlinien zum einheitlichen Vorgehen zur weiteren Beschränkung von sozialen Kontakten im öffentlichen Bereich angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland vereinbart. Diese finden Sie hier.

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage und der stark steigenden Zunahme von Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung am Montag, 16. März 2020 eine Rechtsverordnung nach dem Infektionsschutzgesetz beschlossen, die am 28. März 2020 modifiziert wurde und ab sofort gilt: Landesregierung beschließt Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

 

Unterstützung für unsere Betriebe von Bund und Land

Der Corona-Virus bedroht Menschenleben. Deshalb ist höchste Vorsicht geboten und weitreichende Maßnahmen sind notwendig. All das hat einschneidende Auswirkungen auf unser tägliches Leben und auf unser ganzes Land. Das gilt auch für unsere Wirtschaft: Sehr viele kleine, mittlere und große Unternehmen sind dramatisch betroffen.

Unser Ziel in dieser Lage ist es, Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu unterstützen, damit sie durch die Krise kommen. Die zentrale Botschaft dabei lautet: Es geht uns um jedes Unternehmen, vom Solo-Selbständigen über den kleinen Betrieb und den großen Mittelständler bis zum Konzern.

Bund und Länder sind dabei gemeinsam gefordert. Für Baden-Württemberg gilt: In einem engen Austausch von Bundes- und Landespolitik werden die Maßnahmen verzahnt und aufeinander abgestimmt, damit in der Summe eine optimale Wirkung erzielt wird.

Diese Maßnahmen finden Sie hier: Gemeinsam für Baden-Württemberg

 

Unterstützung für kleine Betriebe und Solo-Selbstständige

Die baden-württembergische Landesregierung hat zur Abmilderung der Effekte des Coronavirus auf die Wirtschaft ein branchenübergreifendes Soforthilfeprogramm aufgesetzt. Über das Wochenende liefen die Drähte zwischen Wirtschaftsministerium, den Wirtschaftskammern und der L-Bank heiß und der Notfallfonds für kleine Betriebe, Soloselbstständige und Freiberufler „Soforthilfe Corona“ ist auf den Weg gebracht.

Ab Mittwochabend, 25. März 2020, können Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Anträge stellen.

Antragsberechtigt sind Solo-Selbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind.

Die Soforthilfe besteht aus einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss und ist nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt. Er beträgt für drei Monate insgesamt bis zu:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu fünf Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu zehn Beschäftigten,
  • 30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten.

Anträge auf Soforthilfe können ab Mittwochabend in einem vollelektronischen Prozess online gestellt werden.

Das Beantragungsverfahren läuft in zwei einfachen Schritten ab:

  1. Die Antragsformulare werden beim Wirtschaftsministerium online in einem ersten Schritt abrufbar sein.
  2. Als zweiter Schritt erfolgt die Einreichung der Anträge dann über einen Upload auf der zentralen Landingpage der Kammerorganisation www.bw-soforthilfe.de (ab Mittwochabend, 25. März 2020). Diese werden dann an die zuständige Kammer zur Bearbeitung weitergeleitet.

Die IHKs und Handwerkskammern übernehmen die Plausibilitätsprüfung der eingegangenen Anträge und leiten diese zum finalen Entscheid und zur Auszahlung der Hilfen an die L-Bank weiter.

Die IHK Reutlingen wird mit 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür sorgen, dass die Anträge so schnell wie es irgendwie geht bearbeitet werden.

 

Rückkehr aus dem Ausland

Die zahlreichen Verschärfungen von Ein- und Ausreisebestimmungen weltweit, haben in vielen Ländern zu einer deutlichen Reduzierung oder Einstellung des Flugverkehrs geführt. Die Bundesregierung will allen Deutschen, die hierdurch im Ausland gestrandet sind, eine Rückkehr nach Deutschland ermöglichen. Hierfür hat die Bundesregierung bis zu 50 Millionen Euro bereitgestellt.

An erster Stelle wird eine Reihe besonders betroffener Länder stehen, zunächst insbesondere Marokko, die Dominikanische Republik, Ägypten und die Philippinen. Reisende in diesen und in allen anderen Ländern sollten sich zunächst über die Reise- und Sicherheitshinweise informieren, und Kontakt zu ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluggesellschaft aufnehmen und sich in die Krisenversorgeliste (www.diplo.de/elefand) eintragen. Nutzen Sie auch die Registrierungsmöglichkeit auf Condor.com/flyhome. Weitere Informationen finden betroffene hier.

 

Informationen für die Tourismus-, Reise- und Busbranche

Derzeit erreichen mich sehr viele E-Mails- und Schreiben, mit denen die Tourismus-, Reise- und Busbranche auf die existenzbedrohenden Auswirkungen des Coronavirus für Ihr Unternehmen hinweisen. Mein Antwortschreiben dazu finden Sie hier.

 

Corona-Hilfe für touristische Unternehmen

Das Coronavirus belastet die globale Wirtschaft in allen Sektoren. Für viele Unternehmen der Tourismusbranche sind die Auswirkungen existenzbedrohend, die aktuelle Geschäftslage alarmierend. Zur Sicherung der Liquidität können staatliche Hilfen in Anspruch genommen werden. Die EU hat finanzielle Unterstützung und einen flexiblen rechtlichen Rahmen zur Umsetzung von Maßnahmen in den Mitgliedstaaten zugesichert. Bund und Länder arbeiten mit Hochdruck an Unterstützungsmaßnahmen und konkreten Liquiditätshilfen, die auf der folgenden Seite kurz vorgestellt und fortlaufend aktualisiert wird: Corona-Hilfe für touristische Unternehmen: Alle wichtigen Maßnahmen im Überblick. Bestehende Förderprogramme für touristische Unternehmen finden Sie auch im Förderwegweiser Tourismus.

Für weitere Informationen und individuelle Beratung zum Umgang mit dem Coronavirus sind auf der folgenden Seite die zuständigen Institutionen und Ansprechpartner verlinkt: Corona-Hilfe für touristische Unternehmen: Alle wichtigen Maßnahmen im Überblick.