Corona-Sonderförderung vom Bund: Der Förderverein Marktplatz Mehrstetten e.V. erhält rund 7800 Euro für seine nachbarschaftliche Lebensmittelversorgung

„Auf der Alb hält man in Krisen ganz besonders zusammen“, so CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Donth. „Deshalb freue ich mich sehr, dass die Initiative des Fördervereins Marktplatz Mehrstetten „MEHR Miteinander in MEHRstetten – Die Krise als Chance für Gemeinsamkeit“ rund 7800 Euro vom Bund erhält“.

Die Fördermittel aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fließen in ein beispielhaftes Projekt nachbarschaftlicher Lebensmittelversorgung in Mehrstetten.

Auch Bürgermeisterin und Vorsitzende des Fördervereins Marktplatz Mehrstetten, Franziska Kenntner, freut sich über den Geldsegen vom Bund. „Die Förderung ist eine sehr große Unterstützung für unser Projekt, an dem ganz viele helfende Hände ehrenamtlich beteiligt sind. Dadurch können wir das Leben zahlreicher Mehrstetter Bürgerinnen und Bürger, die in der Corona-Pandemie aus verschiedenen Gründen Nachbarschaftshilfe benötigen, deutlich erleichtern.“ Mit dem Geld baue der Förderverein nun das aus, was während des Lockdowns mit Hilfe des Equipments und der Mitarbeiter der damals geschlossenen Kindertagesstätte begonnen habe. Dem ein Jahr alten Verein fehlte es über den Sommer an der dringend notwenigen Infrastruktur. Nun könne die entsprechende Ausrüstung beschafft werden, weshalb sich auch die Telefonnummern der Infotelefone einmalig ändern würden, so die Bürgermeisterin.

Das Angebot der Initiative geht vom Einkaufsdienst beim Lebensmittelhändler, Metzger, Bäcker oder Getränkemarkt über Apotheken- oder sonstige Botengänge bis hin zum Spaziergang mit dem Hund. Auch die Gaststätten in Mehrstetten sind miteinbezogen, indem sie einen Hol- und Bringservice ihrer Speisen anbieten. „Entscheidend ist für uns, dass wir mit regionalen Händlern, dem Bäcker und Metzger aus dem Ort zusammenarbeiten, was auch ein Kriterium des Förderprogramms des Bundes war“, so Bürgermeisterin Franziska Kenntner.

Anmelden kann man die Dienste ganz einfach per Telefon oder online. Regelmäßige Flyer, die über Angebote und aktuelle Corona-Verordnungen informieren, werden an die Mehrstetter Haushalte verteilt.

Aber nicht nur Dienste in Form von Einkäufen oder Erledigungen können angemeldet werden. Denn die Mehrstetter sind sich bewusst, dass die Seele vor den Folgen all der einschränkenden Maßnahmen im sozialen Miteinander ebenso hilfsbedürftig ist. Deshalb kann sich jeder Bürger melden, der einfach nur reden möchte, weil er sich einsam fühlt.

„Das Konzept des Fördervereins Marktplatz Mehrstetten ist ein Paradebeispiel, wie Nachbarschaftshilfe schnell, innovativ und mit ganz viel Herz auf die Beine gestellt werden kann. Dieses tolle Konzept hat auch unsere Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fasziniert“, so der Bundestagsabgeordnete Michael Donth.

Die Bundesförderung für den Förderverein Marktplatz Mehrstetten e.V. stammt aus dem Corona-Sonderprogramm “Ehrenamt stärken. Versorgung sichern.” des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag. Die Initiativen müssen überwiegend in Städten und Gemeinden mit maximal 50.000 Einwohnern aktiv sein. Der mögliche Förderbetrag liegt zwischen mindestens 2.000 und maximal 8.000 Euro.